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Alexander Zverev auf dem Vormarsch

Wann kommt der endgültige Durchbruch des Alexander Zverev? Diese Frage stellen sich wohl viele Tennisfans hierzulande seit geraumer Zeit. Positiv gestimmt, was dieses Unterfangen betrifft, ist die deutsche Anhängerschaft vor allem nach seinen jüngsten Auftritten bei den beiden Masters-Turnieren in Madrid und Rom. Eines steht jedoch fest: Vollständige Anerkennung wird Alexander Zverev nur erfahren, wenn er die aktuellen Leistungen auch bei einem Grand Slam Turnier abrufen kann. Bei den vier wichtigsten Turnieren auf der ATP-Tour war bisher stets spätestens im Achtelfinale Schluss. Nichtsdestotrotz zeigt die Formkurve des 21-Jährigen steil nach oben – was die deutsche Nummer eins auch wieder zum engsten Favoritenkreis bei den French Open stoßen lässt.

In der Vergangenheit schien Zverev eben diese Erwartungshaltung bei den Majors oftmals förmlich zu lähmen. Hierfür lohnt sich auch ein Blick zum Vorjahr:

Bei den Australian Open spielte er als Außenseiter eines seiner bis dato besten Matches und unterlag dem späteren Finalisten Rafael Nadal nach fünf epischen Sätzen nur knapp. In der Folge stieg seine Leistungskurve weiter an, Zverev triumphierte sowohl in Montpellier (im Einzel und Doppel!) als auch bei den BMW-Open in München. Erfolgreich präsentierte er sich danach erstmals auch auf Masters-Ebene: Dem Viertelfinale in Madrid folgte sein erster Erfolg bei einem 1000er-Turnier in Rom gegen Novak Djokovic. Diese Leistungen bescherten ihm Platz neun in der Setzliste bei den French Open und jede Menge Vorschusslorbeeren. Was folgte war das ernüchternde Erstrundenaus gegen Fernando Verdasco. Davon gut erholt präsentierte er sich dann aber in der Rasensaison: In Halle erreichte er das Endspiel gegen den späteren Wimbledon-Sieger Roger Federer und bei den All England Championships erzielte er kurz darauf mit dem Achtelfinale seine bis heute beste Platzierung bei einem Grand-Slam Turnier.
Unter seinem neuen Coach Juan Carlos Ferrero gewann Zverev zunächst das 500er Turnier in Washington und feierte wiederum eine Woche später seinen zweiten Masters-Titel in Montreal. Bei den US Open scheiterte er dann aber überraschend bereits in der zweiten Runde an Borna Coric. Trotz des frühen Aus in New York rückte er in der Weltrangliste zwischenzeitlich auf Rang drei vor.

Im Jahr 2018 ergeben sich einige Parallelen dazu. Die Australian Open waren wieder nach drei Runden und einem erneuten Fünfsatz-Drama, dieses Mal gegen den späteren Halbfinalisten Hyeon Chang beendet. Es folgten ein Halbfinale in Acapulco sowie ein Finale beim Masters in Miami, so richtig Fahrt nahm Zverev dann aber in der Sandplatzsaison auf. Zuerst die Titelverteidigung in München, im Anschluss daran besagte, bärenstarke Leistungen in Madrid und Rom.

Diese Ähnlichkeiten mögen nun notorische Zweifler auf den Plan rufen, doch Zverev wirkt aktuell deutlich gefestigter in seinen Leistungen und ist absolut gewillt diese auch bei den French Open bestätigen zu können. In die Karten spielen könnte ihm hierbei die momentane Formschwäche von Djokovic und Wawrinka sowie die Ausfälle von Federer und Murray. Gegen die Top-Gegner zeigt Zverev oftmals ohnehin sehr ansprechende Leistungen, will er aber tatsächlich den nächsten Schritt in seiner Karriere machen muss er in Paris seine Pflichtaufgaben zuverlässig erfüllen.