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Der Saisonrückblick 2017

Die größte Überraschung unter den männlichen deutschen Tennisprofis war 2017 definitiv der erst 20-jährige Alexander Zverev. Das Riesentalent spielte eine fantastische Saison, die beste Saison seiner gesamten Karriere. Zum Auftakt der Saison bei den Australian Open musste er sich zwar gegen den Weltranglistenersten Rafael Nadal geschlagen geben, hatte danach auch einige Niederlagen in den Erstrunden zu verkraften, doch daraufhin folgten seine größten Erfolge. Egal ob sein souveräner Sieg gegen Novak Djokovic bei den ATP-Masters, mit dem er den Durchbruch in die Top 10 schaffte, der fünfte ATP-Titel beim ATP-500er Turnier oder der Sieg gegen sein Vorbild, Roger Federer, mit dem er sich seinen zweiten Titel bei einem ATP-Masters holte. Doch die für ihn wahrscheinlich größte Auszeichnung für das Jahr 2017 ist die Nummer 4 der Herrenweltrangliste.

Auch für den Augsburger Philipp Kohlschreiber begann die Saison 2017 nicht so erfolgreich, was auf die Misserfolge bei den größeren Turnieren zurückzuführen ist. Er fiel erstmals auf Rang 60 im ATP-Ranking und somit aus den Top 50. Doch bei den 250er und 500er-Turnieren konnte er sich von einer besseren Spielerseite zeigen. Bis auf den Sieg beim ATP-Turnier in Kitzbühel und dem klaren Zweisatzsieg gegen den portugiesischen Tennisspieler Joao Sousa, mit welchem Sieg Kohlschreiber sich den achten ATP-Titel in seiner Karriere holte, blieben große Erfolge aus, doch immerhin konnte er sein Jahr 2017 mit Rang 29 beenden.

 Höhen und Tiefen der deutschen Tennisprofis im Jahr 2017

Ein besserer Start ins Jahr 2017 gelang dem älteren der beiden Zverev-Brüder, dem deutschen Tennisprofi Mischa Zverev. Er überraschte bei den Australian Open mit dem Sieg im Achtelfinale gegen den Weltranglistenersten Andy Murray. Auf der Tour siegte Mischa leider gerade mal ein Mal. Beim Turnier in Genf hingegen gelang Mischa zum Erstaunen vieler der Sprung ins Finale. Auch die Show bei den US Open gehörte Mischa Zverev. Beim letzten Major-Turnier siegte er u.a. gegen Benoit Paire und John Isner. Er spielte sich bis ins Achtelfinale, scheiterte jedoch gegen den US-amerikanischen Tennispieler Sam Querrey. Viele Höhen und Tiefen, die der gebürtige Russe durchleben musste. Ihm gelang zwar mit Platz 25 zwischenzeitlich die beste Platzierung seiner Karriere, ein Turniersieg auf ATP-Level blieb jedoch immer noch aus.

Doch auch für die Profitennisspielerin Angelique Kerber lief das Jahr 2017 miserabel und Enttäuschungen waren für sie kein Fremdwort. Sie konnte nicht an Ihre Erfolge des vorigen Jahres anknüpfen und musste große Rückschläge verkraften. In 22 Turnieren schoss sie sich nur ein Mal ins Finale, nämlich in Mexiko. Doch auch hier gelang ihr nicht der Sieg. Vor allem bei den Grand-Slam-Spielen erspielte sie keinen einzigen Einzug ins Viertelfinale. Weder bei den French-Open noch auf dem heiligen Rasen von Wimbledon konnte sie brillieren. Von Platz 1 der Weltrangliste auf Position 21. Ein neuer Schritt musste nun gemacht werden und so gab Kerber die Trennung von Ihrem Trainer Torben Beltz bekannt. Der deutsche Tennisprofi startet nun mit ihrem neuen Trainer, dem Belgier Wim Fissette, in die kommende Saison.

Ein traumhaftes Tennisjahr war es hingegen für die 29-jährige deutsche Profispielerin Julia Görges. Trotz anfänglicher Niederlagen sowohl bei den Australian Open als auch bei den French Open verlor sie nicht ihren Kampfgeist und konnte sich bei den US Open ihr bestes Ergebnis bei einem Grand Slam 2017 erspielen. Doch dieser Sieg blieb nicht der einzige. In Moskau durfte sie ihren ersten Titel im Jahr 2017 feiern. Die Erfolgskette riss nicht ab. Bei der WTA Elite Trophy in Zhuhai gelang ihr Unerwartetes. Sie gewann gegen vier Top 25-Spielerinnen und war ab diesem Zeitpunkt die deutsche Nummer 1. Mit ihren 5 Finalmatches und den Titeln in Moskau und Zhuhai konnte Görges ihr bisher erfolgreichstes Tennisjahr schreiben. Und die Krönung ihrer starken Saison ist wohl Platz 14 in der Weltrangliste.

Sie ist eine der besten deutschen Tennisspielerinnen mit viel Geduld und Power. Die Rede ist von Sabine Lisicki. Eine hartnäckige Schulterverletzung im Schlagarm zwang die „Bum-Bum-Bine“ bzw. die „Doris Becker“ – wie sie oft genannt wird – zu einer achtmonatigen Pause und somit war die erste Jahreshälfte für die Wimbledon-Finalistin von 2013 mehr als gelaufen. Aufgrund dieser Umstände konnte sie an den Australian Open nicht teilnehmen und ein Wiedersehen folgte erst im Juni auf Mallorca und anschließend in Wimbledon und Washington D.C. Auf der Urlaubsinsel Mallorca schied sie zwar erst im Viertelfinale gegen Julia Görges aus, doch bei ihrem Lieblingsturnier in Wimbledon verlor die Berlinerin gleich in der ersten Runde gegen die Kroatin Ana Konjuh. Beim WTA-Turnier in der US-Hauptstadt Washington gelang Lisicki hingegen wieder der Einzug ins Achtelfinale. Auch die Teilnahme an den US Open 2017 stand unter keinem guten Stern. Aufgrund einer dort zugezogenen Beinverletzung musste sie die Asien-Tour streichen. Bis zum WTA Luxemburg bestritt die Wildcard-Inhaberin kein Match mehr. Aber auch bei diesem Turnier konnte die Kämpferin keinen Sieg erreichen. Sie lieferte zwar eine gute Leistung, verlor jedoch im Achtelfinale gegen die Britin Naomi Broady.