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Rückblick auf die US-Open 2018 – Die Zusammenfassung

Die US-Open 2018 sind nun Geschichte und das Turnier hatte einige Höhepunkte parat. Von hochklassigen, spannenden Spielen bis hin zu faustdicken Überraschungen gab es so ziemlich alles, was das Tennisherz begehrt. Mit Novak Djokovic triumphierte bei den Männern einer der Topfavoriten, während bei den Frauen in Person von Naomi Osaka am Ende eine Spielerin ganz oben stand, die vor dem Turnier wohl niemand so auf dem Zettel hatte. 

Zusammenfassung der Damen (WTA)

Zunächst mal zu dem Turnierverlauf der WTA (Womens Tennis Association): Das Turnier startete mit einer echten Sensation, denn die Rumänin Simona Halep, welche die Weltrangliste der Frauen anführt und als eine der absoluten Favoritinnen auf den Titel galt, scheiterte direkt in Runde eins an Kaia Kanepi aus Estland.

Auch aus deutscher Sicht verlief das Turnier überraschend schlecht. Julia Görges, die damalige Nummer zehn der Welt, musste nach ihrer Niederlage gegen Ekaterina Makaorova bereits in Runde zwei die Koffer packen, für Deutschlands Nummer eins Angie Kerber war nur kurzzeitig später in Runde drei das Turnier gelaufen. Sie verlor nach Satzführung noch gegen die Slowakin Dominika Cibulkova und konnte ihren starken Auftritt bei Wimbledon, der am Ende sogar mit dem glorreichen Turniersieg endete, somit nicht ansatzweise bestätigen. Kerber war zu dem Zeitpunkt bereits die letzte verbliebene Deutsche im Turnier und so fand das Achtelfinale komplett ohne deutsche Beteiligung statt.

Neben Halep, Görges und Kerber mussten auch die Favoritinnen Kvitova (WTA 5.), Muguruza (WTA 14.),Garcia (WTA 6.) und Wozniacki (WTA 2.) frühzeitig die Segel streichen. Im Viertelfinale waren schließlich mit Karolina Pliskova und Sloane Stephens nur noch zwei Top-Ten-Spielerinnen vertreten, die sich dann aber auch beide geschlagen geben mussten und im Halbfinale somit Serena Williams die absolute Topfavoritin war. Jeder glaubte, sie würde das Turnier nun problemlos gewinnen, erst recht nach ihrem glatten 6-3 6-0 Erfolg über die Lettin Sevastova. Im Finale bekam es die wohl beste Tennisspielerin aller Zeiten dann mit der Japanerin Naomi Osaka zu tun, die bis Dato zwar ein super Turnier spielte und auch völlig zurecht im Finale stand, gegen Serena Williams aber natürlich nur geringe Außenseiterchancen hatte.

Das Finale war dann an Dramatik kaum zu überbieten, so bekam Williams zunächst eine Verwarnung wegen Coachings, ehe sie wegen Zertrümmern ihrer Schlägers und Beleidigung des Schiedsrichters sogar eine Punkt- und schließlich sogar eine Spielstrafe hinnehmen musste. Das gab der Amerikanerin nicht nur sportlich, sondern auch emotional den Rest und so stand kurz darauf mit Naomi Osaka völlig verdient die erste Grand-Slam-Siegerin aus Japan fest.

Zusammenfassung der Herren (ATP)

Bei den Männern war das Turnier aus deutscher Sicht ähnlich wenig erfolgreich wie bei den Frauen. Zwar schaffte es hier mit Philipp Kohlschreiber immerhin ein Spieler ins Achtelfinale (verlor dort gegen Nishikori mit 0-3), für mehr sollte es aber auch hier nicht reichen. Gerade das frühe Ausscheiden von Alexander Zverev, dem besten deutschen Spieler, kam sehr überraschend. Er hatte schlicht und ergreifend einen schlechten Tag gegen Kohlschreiber und verlor somit zurecht gegen seinen Kollegen aus der Nationalmannschaft.

Die größte Sensation des ATP ( Association of Tennis Professionals) Turniers gab es im Achtelfinale zu bestaunen, als Roger Federer nach Satzführung und zwei vergebenen Satzbällen im zweiten Satz sich am Ende noch mit 1-3 dem Australier John Millman geschlagen geben musste. Bis auf das Ausscheiden von Zverev verlief das Turnier bis zu diesem Match allerdings deutlich weniger überraschend als das der Damen, so setzten sich doch fast alle Favoriten durch. Die wohl beste Partie des Turniers konnten die Zuschauer im Viertelfinale bestaunen, als sich der Österreicher Dominic Thiem mehr als knapp dem spanischen Topspieler und der Nummer eins der Welt, Rafael Nadal geschlagen geben musste. Er verlor das Match nach fast fünf Stunden überragendem Tennis erst im fünften Satz in einem wahren Tiebreak-Krimi. Nadal musste sich dann aber im Halbfinale dem Argentinier Del Potro geschlagen geben, nachdem er die ersten beiden Sätze verloren hatte und aufgrund von Problemen am Knie dann schließlich aufgeben musste.

Del Potro schaffte es somit ins Finale, wo er auf den Serben Djokovic traf, der bis zum Finale keinerlei enge Partie überstehen musste und lediglich zwei Sätze verlor. Diese Erfolgsserie setzte sich für Djokovic im Finale fort, er hatte nur wenig knifflige Situationen zu überstehen und bezwang Del Potro hochverdient mit 3-0 und setzte nach seinem Wimbledon-Triumph mit dem Titelgewinn in New York den nächsten Meilenstein. Del Potro konnte hier nur wenige Akzente mit seiner starken Vorhand setzen und auch die stimmungsvolle Rückendeckung der lautstarken argentinischen Fans reichte am Ende nicht gegen den überragend auftretenden Novak Djokovic.

Auch wenn das Turnier aus deutscher Sicht also eher mäßig verlief, hatte das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres viele sportliche Höhepunkte zu bieten und der Tennisfan kam gut auf seine Kosten.